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„Was hat ein Benzinkanister mit Gott zu tun?“, fragte sich mancher der Teilnehmer zur Gemeinderüstzeit der Kirchengemeinden Ponickau, Linz und Schönfeld am letzten Wochenende.  Das Rätsel  löste sich schnell, für die 19 Kinder und ebenso vielen Erwachsenen, die sich zum Thema: „Zur Stille finden…“ in die evangelische Familienferienstätte in Neukirch aufgemacht hatten. 
Wie beim Auto, ist es in unserem Alltag für unsere Seele ebenso regelmäßig nötig Kraftstoff nachzutanken. Dazu hilft der Glaube an Gott, indem wir zum Beispiel im Psalm 62 lesen: „Sie nur Stille zu Gott, meine Seele, denn er ist meine Hoffnung.  Hofft auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht!“
Um aber Gottes Stimme zu hören und Besinnung einzuüben benötigen wir Zeit und eben auch Ruhe. Das aber ist gerade im Berufs- und Familienalltag eine eigene Herausforderung. Und die täglich gegenwärtige Medien- und Kommunikationswelt mit Radio, Fernsehen, Telefon, Internet und Handy, raubt oft noch die letzten stillen Momente. Nicht selten ist ein inneres Ausbrennen und äußeres Abstumpfen die Folge. Wir reagieren völlig überzogen oder gereizt. Manches mal bleibt dann tatsächlich nur noch das „Stille Örtchen“, um einen Moment aufzutanken.
Ganz praktisch wurden die Teilnehmer zu einem inneren und äußeren Lärmtest eingeladen. Hier ging es darum neben den äußeren Lärmquellen, z.Bsp. auch den Lärm der Sorge, des Wünschens und Wollen, des Aufschiebens, wie der Schuld wahrzunehmen und möglichst „auszuschalten“.
Zur persönlichen Stille, war vor Ort ein Raum der Stille eingerichtet worden. Zudem mitgegeben wurde, die Empfehlung, sich durch kleine Momente des Innehaltens im Alltag, selbst „Inseln der Stille“ einzurichten. Eine gute Hilfe ist dabei, biblische Worte auswendig zu lernen, die einem in solchen Momenten dann im Kopf bereit liegen und im Herzen präsent sind.
Eine ähnliche Hilfe, bietet ein sichtbar angebrachtes Kreuz. Als Glaubenszeichen auf dem Schreibtisch, im Haus oder auch im Auto. Es ist eine optische Erinnerung an Jesus, der uns herausfordert:  „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken … so werdet ihr Ruhe finden für Eure Seelen. “ (Matthäusevangelium 11,28) So sind wir eingeladen auf ihn zu sehen und zu vertrauen. Auch mitten im Alltag zu bedenken: Woher man kommt? Was wichtig im Leben ist und wohin man geht? Diese Besinnung kann auch gerade im den täglichen Entscheidungen helfen, die richtigen Schwerpunkte und Prioritäten zu setzen.
Die abgelegene Ruhe des Tagungshauses mitten im Wald und vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder,  war dazu ein idealer Rahmen für eine Auszeit. Gehören doch Körper und Seele viele enger zusammen, als uns oft bewusst ist. Zur gemeinsamen Abschlussrunde am Sonntagnachmittag, bekamen allen neben einem persönlichen Bibelwort, mit Blick auf den Benzinkanister noch den Tipp mit, beim nächsten Tanken das Gehörte umzusetzen.
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