| Weihnachten ist da |
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Von Birgitt Schneider Auf die Frage im Religionsunterricht, warum es das Weihnachtsfest gibt, antwortete ein Schüler prompt:“…damit wir endlich Ferien haben.“ Stimmt, die Ferien haben begonnen und dazu die Aussicht, eines unserer schönsten Feste feiern zu dürfen – das Weihnachtsfest. Die Musik und der Duft des Weihnachtsmarktes stecken noch in Ohren und Nase. Weihnachtsstollen und Plätzchen sind bergeweise produziert und warten darauf verspeist zu werden. Räucherkerzchen duften, Lichterbögen und Sterne leuchten aus vielen Fenstern und Vorgärten. Das Fest mit all seinen Bräuchen, Kerzen, Weihnachtsmännern kann beginnen. Dabei sind die Wurzeln unseres Weihnachtsfestes alles andere als romantisch. Sie reichen hinein in eine weit vergangene Zeit vor cirka 2000 Jahren. Die Menschen stöhnten unter den Herrschern des Römischen Reiches. Mit dem Ziel, besser an Geld zu kommen, ließ der römische Kaiser Augustus eine Volkszählung durchführen. Auch Maria und Joseph mussten viele Kilometer durch das von den Römern besetzte Land ziehen und sich in dem Geburtsort von Joseph in Steuerlisten eintragen lassen. Maria war zu dieser Zeit hochschwanger. Da das ganze Land auf den Beinen war, fand die kleine Familie in Bethlehem keine freie Unterkunft und Maria brachte ihr erstes Kind, Jesus, in einem Stall zur Welt. Einen besseren und sichereren Ort hatten sie nicht. Einfache, arme Menschen, wie es die Hirten waren und wohlhabende Könige kamen in diesen unwürdigen kleinen Stall. Die Weihnachtsgeschichte in der Bibel erzählt davon, dass Gott in diesem kleinen Baby mitten hinein in die Höhen und Tiefen, die Freuden und Ängste des Lebens kam. Die Hirten und Könige gingen bewegt, getröstet und mit neuer Kraft zurück in die fröhlichen und traurigen Tage ihres Lebens. Seit dem Jahr 325, unter dem Kaiser Konstantin, haben Menschen begonnen, diesen Geburtstag von Jesus zu feiern. Viele Bräuche, wie die Weihnachtsstollen, die Kerzen und Pfefferkuchen kamen im Laufe der Jahrhunderte hinzu und sind heute fester Bestandteil unserer Tradition geworden. Sie wollen uns einladen und helfen diesem ersten Weihnachtsgeschehen nachzusinnen. Jede Kerze, jeder Stern möchte erzählen, es gibt Licht, Weg und Hoffnung selbst in schwierigen, manchmal scheinbar aussichtslosen Situationen. Heute am Heiligen Abend ist in fast allen Kirchen diese Geschichte als Krippenspiel zu erleben. Viele kleine und große Menschen üben seit Wochen fleißig ihre Rollen und möchten an diesem Abend uns mit in den Stall nach Bethlehem nehmen und wie damals auch heute unseren Blick auf die Hoffnung der Weihnachtsbotschaft richten; für uns selbst und unseren Blick schärfen für die Sorgen der Menschen um uns herum. Ich wünsche Ihnen ein frohes, gesegnetes Weihnachtsfest… und schöne Ferien. Birgitt Schneider ist Bezirkskatechetin im Kirchenbezirk Großenhain |