| Die Kirche zu Gröditz |
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Am Ende des 19. Jh. ergab sich die Notwendigkeit zum Bau einer Kirche in Gröditz, da die Bevölkerungszahl stark angewachsen war. Die Außengestaltung erfolgte auf Grund des Eisenacher Regulativs in neoromanischer Bauweise. Das Portal befindet sich im Turm und ist nach Südwesten ausgerichtet. Es weist einen halbkreisförmigen Bogen und schmiedeeiserne Verzierungen auf. Die Längsseiten sind durch Fenster , Lisenen und Friese gegliedert. Der Innenraum ist einschiffig gestaltet. Auch hier findet sich der neoromanische Baustil wieder. Der Triumphbogen wird durch einen Klinkerfries verziert, die Kirchenbankwangen schmücken radförmige Verzierungen, der schmiedeeiserne Kronleuchter ist ebenfalls radförmig - ein typisches Symbol der Romanik bzw. Neoromanik - gestaltet. Der Altar ist ein einfach gemauerter Tisch auf einem durch Stufen begehbaren Podest. Der Aufsatz wurde aus französischem Sandstein durch Curt Roch aus Dresden gefertigt. Dargestellt wird Christus als der erhöhte Auferstandene, der mit der rechten Hand Gehör anzeigt und mit der linken auf sich selbst weist. Rechts und links von ihm ist eine Familie dargestellt, die sich ihm anbetend zuwendet. Eine symbolische Darstellung des Abendmahls schmückt rosettenartig diese Darstellung. Im unteren Teil findet sich die Inschrift: "Ich bin das Brot des Lebens (Joh. 6, 35)". In der Spitze des Aufsatzes wurde mit Blumensymbolik gearbeitet, deren Deutung jedoch nach wie vor umstritten ist. |