| Die Schlosskirche Seusslitz |
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Urkundlich erwähnt wurde Seußlitz erstmals 1205 als Herrensitz. 1268 stiftete der Markgraf Heinrich der Erlauchte seinen Landsitz einem Clarissenkloster . Sehr segensreich sollen die Nonnen in der Umgebung gewirkt haben. Das Kloster ist auch als vornehmes Stift für adlige Damen und Fürstinnen bekannt. 1542 erfolgte die Auflösung des Klosters und der ausgedehnte Besitz wechselte in den Jahrhunderten seine Herren. 1724 wurde der bekannte Dresdner Ratszimmermeister George Bähr von dem damaligen Besitzer, dem Kanzler am sächsischen Hof, Graf Heinrich von Bünau, mit dem Bau des Schlosses beauftragt. Der Bau der barocken Schlosskirche erfolgte ebenso unter Leitung von George Bähr auf den vorhandenen gotischen Grundmauern der Klosterkirche von 1268. Dabei wurde die Anordnung der Fenster verändert, um mehr Licht in das Gotteshaus zu bringen. Der schon vorhandene Dachreiter wurde beibehalten, aber saniert und gefestigt. Im Inneren der Kirche wurden 3 Emporen angebracht, von denen aber aus baulichen Gründen nach dem 2. Weltkrieg eine entfernt wurde. Die östliche Stirnseite wird von einem Kanzelalter beherrscht, der noch mit der Orgel ergänzt wird. Der Kanzelaltar der Seußlitzer Schlosskirche bietet dem Betrachter eine Prospektarchitektur in überaus heiterem, ländlich -festlich gestimmten Barock. Die heutige Orgel ist ein Werk des Dresdner Orgelbauers Jehmlich aus dem Jahr 1911. Am 9. Mai 1993 konnte die 1986 begonnene umfassende Restaurierung und Sanierung der Schlosskirche abgeschlossen und das Gotteshaus wieder geweiht werden. Die George Bähr Schlosskirche ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt. Außer den regelmäßigen Gottesdiensten finden zahlreiche Konzerte statt. Viele Besucher nutzen die Möglichkeit einer Führung durch die Geschichte der Kirche. |